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3 Jahre HUMBUG: ÄTNA (DD, DE)


ÄTNA veröffentlichen ihr zweites Album “Push Life”

Der Hippocamus ist ein Bereich im tiefen Inneren des Gehirns. Er sieht ein bisschen aus wie zwei kleine gebogene Fühler. Der Hippocamus ist zuständig für den Übergang von Kurz- ins Langzeitgedächtnis, aber auch für das Abspeichern neuer Erfahrungen, für Neugier und Bildung neuer Gehirnzellen – ein sich kontinuierlich veränderndes Areal.

ÄTNA, deren neues Album “Push Life” am 01.04.2022 erscheint, sind, könnte man sagen, der Hippocamus der deutschen Musiklandschaft. Wer die 10 Tracks nacheinander durchhört, wird danach mit leicht verschobenem Frontallappen wieder in den Körper zurückzukehren und sich fragen: Was war das denn grade? Musik aus einer anderen Sphäre. Eine, in der Kunst freier, wilder, echter, überlebensgroß gedacht und gemacht wird. Inéz und Demian nehmen die Hörer*innen auch auf ihrem zweiten Longplayer mit in ihre ganz eigene Sphäre. Während sich im Gehirn neue Verknüpfungen bilden, wünscht man sich fast ein drittes Ohr, um die komplexen Arrangements noch genauer hören können.

Obschon das Duo in jeder Hinsicht ideal nach Berlin passen würde, halten Inéz und Demian der Stadt die Treue, in der sie sich kennengelernt und ihre musikalische Zusammenarbeit begonnen haben: ihrer Wahlheimat Dresden. Hier operieren die beiden etwas abseits der großen deutschen Musikstädte von ihrem Studio aus und sind vielleicht gerade deswegen so unverkennbar sie selbst geblieben.

Auf “Push Life” entwickeln ÄTNA ihre musikalische und ästhetische DNA nun eine Stufe weiter. Produziert von Größe Moses Schneider, der auch schon für ihr Debüt verantwortlich zeichnete, wird hier noch einmal klarer, was sich bereits angekündigt hatte: das Duo ist ein Kraftwerk an Kreativität und musikalischer Innovation. Dass dabei unweigerlich Grenzen gesprengt werden müssen, ist logisch: die von Genres, aber auch Gender, Rollenvorstellungen, stilistische Konventionen jeder Art und längst verstaubte Vorstellungen dessen, was Musik können darf und dürfen soll. Auf diese Art ist das zweite Album kantiger und zugleich zugänglicher geworden.